Besser organisiert im Alltag – was muss ich tun?

Ordnung im Alltag

KerstinB:

Seit die Saisonvorbereitung im Fußball begonnen hat, habe ich gefühlt 1000 Dinge zu tun und mein Anspruch ist, wenn ich etwas mache, dann richtig. Leider ist die Zeit für meinen Blog dadurch etwas eingeschränkt und ich müsste mich nun viel besser organisieren und effektiver arbeiten, damit ich weiter regelmäßig bloggen kann. Wenn man auf so vielen Hochzeiten tanzt, wie ich zurzeit, ist es zudem sehr wichtig, dass man nichts vergisst. Also braucht man von vorne herein eine sehr gute Selbstorganisation, oder man sollte zumindest versuchen, sich besser zu organisieren.

Jetzt denkst du sicherlich genau wie ich gerade:

„Ich wäre zwar gern ordentlicher und besser organisiert, aber ich habe keine Ahnung wie oder womit ich in meinem Chaos anfangen soll.“

Dafür gibt es natürlich eine Lösung. Du musst einfach weiterlesen. Auf der anderen Seite sollte man auch nicht überorganisiert sein, d.h. man sollte keinesfalls länger mit dem Organisieren beschäftigt sein, als mit dem Erledigen der eigentlichen Aufgaben. Denn dann läuft was falsch. Auch diese Phasen kenne ich. 😊

Aber jetzt zurück zur eigentlichen Frage:

Was muss ich tun und wo fange ich an?

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Schaffe Ordnung in deinem Zuhause Schritt für Schritt

Wenden wir uns erst einmal dem chaotischen Zustand in deinem Zuhause zu. Denn vermutlich führt deine Zeitknappheit dazu, dass in deiner Wohnung/deinem Haus die Unordnung stetig wächst. Das sind nicht immer zwingend die offensichtlichen Dinge. Ich habe z.B. total den Überblick über meine Passwörter und die Ablage von Dateien und Fotos verloren. Na ja, mein Kleiderschrank könnte auch mal wieder eine Aufräumaktion gebrauchen oder meine Kisten, in denen sich über Jahre alles Mögliche angesammelt hat. Das meiste davon werde ich wohl nie wieder benutzen.

Ordentlich aufgeräumt

Das offensichtliche oder weniger offensichtliche Chaos hast du jedenfalls nicht von heute auf morgen angerichtet. Es hat sich vermutlich über einen sehr langen Zeitraum entwickelt. Wenn nicht, dann bist du ein Schlamper! 😊 Was ich eigentlich sagen möchte, zur Beseitigung deines Chaos brauchst du mindestens solange wie zur Entstehung, also geduldig sein und …

➪ Klein anfangen

Ich notiere mir beispielsweise mittlerweile jedes Mal, wenn ich mich irgendwo einlogge mein Passwort in einer Liste (nicht auf dem PC natürlich, außer du nutzt einen Passwort-Tresor). Im Laufe der Zeit sollte ich so wieder einen Überblick über alle relevanten Passwörter haben. Was meinen Kleiderschrank betrifft, habe ich selten die Zeit und Muse gleich den kompletten Kleiderschrank aus- und wieder neu einzuräumen. Aber mit einer einzelnen Schublade anzufangen, überfordert mich selbstverständlich nicht. Und morgen folgt dann die nächste Schublade. So schafft man Schritt für Schritt mehr Ordnung zu Hause.

Eines darf dir aber nicht passieren, dass du schneller neues Chaos anrichtest, als du das alte beseitigen kannst, daher …

➪ Routinen einführen

Wenn alles seinen festen Platz hat und du gewisse unausweichliche Tätigkeiten, wie z.B. Rechnungen abheften oder schmutzige Wäsche gleich im Wäschekorb verstauen, zu Gewohnheiten machst, fällt es dir viel leichter, die Ordnung beizubehalten. Schließlich putzt du dir auch jeden Morgen und Abend die Zähne und das nicht, weil es dir sonderlich viel Spaß macht, sondern weil es sein muss und zur Gewohnheit geworden ist. Routinen und Gewohnheiten etablieren sich allerdings nicht über Nacht, dass musst du dir über einen längeren Zeitraum erarbeiten. Es heißt nicht umsonst “angewöhnen”.

➪ An Lebenssituation anpassen

Geänderte Lebenssituationen erfordern selbstverständlich eine Anpassung deiner Gewohnheiten. Das hat mir der Umzug von meiner Wohnung in ein Haus mit Garten gezeigt. Früher musste ich mich nie mit dem Thema Gartenarbeit beschäftigen und heute nimmt das gerade im Sommer einen Großteil meiner Feierabendzeit in Anspruch.

➪ Tracke deinen Alltag

Um Herauszufinden, wo sich gewisse Routinen etablieren lassen, könntest du einfach mal deine Woche tracken. Welche regelmäßigen Arbeiten fallen an? Wo hast du freie Zeitfenster? Welche Gewohnheiten, egal ob gut oder schlecht, haben sich bereits festgesetzt? Glaub mir, du lernst dich ein ganzes Stück besser kennen, da im Alltag sehr viel im Unterbewusstsein abläuft.

➪ Setze Prioritäten

Dir muss von vornherein klar sein, du kannst gar nicht alles auf einmal schaffen. Also musst du Prioritäten setzen und dir überlegen, welches Chaos als erstes beseitigt werden soll. Damit du leichter priorisieren kannst, mache aus deinen jeweiligen Baustellen kleine Projekte und die Projekte untergliederst du wiederum in kleine Aufgaben. Anhand des Kleiderschranks lässt sich das immer ganz gut erklären. Den Kleiderschrank ausmisten und aufräumen wäre ein Projekt. Dieses Projekt lässt sich gliedern in einzelne Bereiche des Schranks wie z.B. der Sockenschublade oder auch in die Art der Kleidung. Vor dem nächsten Winter könntest du bspw. die Winterklamotten ausmisten. Somit hast du gleich eine Bestandsaufnahme und weißt, was auf die Shoppingliste muss.

Mehr solcher Tipps findest du bei: https://familieordentlich.de

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Was ist zu beachten, dass nicht wieder Chaos ausbricht?

Hast du dir erst einmal die Mühe gemacht und alles fein säuberlich aufgeräumt und sortiert, so möchtest du sicher, dass es die nächsten Wochen, Monate und bestenfalls Jahre so bleibt. Das ist natürlich eine Herausforderung, vor allem für nicht ganz so ordnungsbewusste Menschen.

Deshalb entwickle Routinen. Schmeiß die schmutzige Wäsche sofort in den Wäschekorb und lass sie nicht herumliegen, räum das dreckige Geschirr direkt nach dem Essen in die Spülmaschine, hefte Rechnungen sofort ab, natürlich erst nachdem sie bezahlt sind und lass sie sich nicht in deiner Ablage stapeln. Räum Dinge auf, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Weise allem seinen festen Platz zu.

Das sind nur einige wenige Routinen, durch die sich das Leben etwas ordentlicher gestalten lassen. Man wird selbstverständlich nie ganz vermeiden können, dass irgendwo Chaos entsteht. Falls doch, ziehe ich meinen Hut!

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Wie behalte ich den Überblick?

Was passiert eigentlich, wenn wir den Überblick verlieren? Wir haben ganz einfach den Kopf voll. Uns ist zwar klar, dass viel zu tun ist, aber was und wo anfangen? Diese Gedanken dominieren die ganze Zeit und sorgen dafür, dass wir den Augenblick nicht genießen können. Wir kommen in keine Erholungsphase, wenn ständig das Gehirn rattert. Und wenn wir Aufgaben permanent aufschieben, macht uns das total unzufrieden, oder? Mir geht das jedenfalls so. Das erhöht unseren Stresspegel enorm und trübt die Stimmung. Also lieber in den sauren Apfel beißen und Ordnung in den Alltag bringen.

Es muss aber nicht nur das Chaos im Haushalt beherrscht werden, viel schlimmer sind womöglich die ganzen Termine, die ein normaler Mensch in der heutigen Zeit hat. Es sind zum einen die geschäftlichen Termine, dann regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt, Sportverein, Friseur, mit Freunden treffen, … die Liste kann manchmal endlos sein.

Mit zunehmendem Alter und anwachsender Terminflut war irgendwann mein Kopf nicht mehr in der Lage das alles abzuspeichern und mich rechtzeitig zu alarmieren. Zudem gibt es eine Unmenge an Aufgaben, die teilweise mit Terminen verknüpft sind und keinesfalls vergessen werden dürfen.

Was wäre ich also ohne meine bewährte To-do-Liste und ohne meinen Kalender? Sicherlich komplett verloren! Wenn du mehr zum Thema To-do-Liste erfahren willst, kann ich dir meinen Beitrag Besser organisiert mit To-do-Listen wärmstens empfehlen 😊. Aber ganz im Ernst, To-do-Listen sind goldwert. Sie entlasten nicht nur den Kopf, sondern vermitteln mit jedem “Erledigt”-Haken ein gutes Gefühl, weil man weiß, man hat etwas geschafft.  Ich schätze mal, einen Kalender nutzt jeder, sei es auf dem Smartphone oder wie ich in Papierform, deshalb werde ich darauf nicht näher eingehen. 

Aber auch bei To-do-Listen und Terminen gilt: Priorisieren und notfalls auch mal NEIN sagen! Du musst dir Pausen und Auszeiten zur Regeneration nehmen. Mach einen Termin mit dir selbst (Me-Time) und notiere das evtl. sogar in deinem Kalender, falls du es sonst nicht einhalten solltest.

Hast du eigentlich schon mal von der sogenannten Not-to-do-Liste gehört? Hier sollte man die Dinge notieren, die man lassen möchte. Ich schiele dabei mal auf meine Liste mit den Zeitfressern. 😉

Wenn man etwas geschafft hat, darf bzw. soll man sich sogar belohnen. Tu dir was Gutes! Das Gehirn speichert die Belohnung ab und beim nächsten Mal ist vielleicht der innere Schweinehund nicht mehr so groß, wenn man sich an das nächste Projekt heranwagt. Brauchst du weitere Tipps, dann schau mal hier: https://www.momentsfor.me

 

11 Tipps, um wieder mehr Kontrolle in deinen Alltag zu bringen

Am Ende möchte ich dir noch 11 Tipps mit auf den Weg geben, wie du ganz einfach wieder mehr Kontrolle in deinen Alltag bringst.

Zuallererst solltest du dir aber klar darüber werden

  • wofür du gerne Zeit investierst und
  • wofür dir die Zeit fehlt,
  • womit du viel Zeit vergeudest und
  • wie du das ändern kannst.

Und nun zu meinen Tipps:

1) Strukturiere deinen Tag: Am besten trackst du eine Woche lang deine Abläufe im Beruf, beim Sport und der Ernährung, in der Familie/Partnerschaft sowie in deiner Freizeit. Dadurch bekommst du einen Überblick über notwendige Aufgaben, über Zeitfresser, über regelmäßige Termine und Unvorhergesehenes. Danach kannst du die Abläufe und Aufgaben ordnen. Mach daraus z.B. einen Wochenplan.

2) Priorisiere deine To-dos: Jetzt kennst du die Dinge, die erledigt werden müssen, sollen oder vernachlässigt werden können. Teile sie in folgende Prioritäten ein – hoch / mittel / niedrig – und die wichtigsten setzt du ganz oben auf deine To-do-Liste/deinenWochenplan.

3) Entwickle Routinen: Versuche schlechte Gewohnheiten und Zeitfresser abzulegen. Ich bin z.B. gerade dabei, mir Berlin Tag & Nacht abzugewöhnen und schon habe ich täglich über eine Stunde dazu gewonnen, die ich wesentlich nützlicher verbringen kann. Etabliere dafür gute Gewohnheiten, nutze z.B. die gewonnene Zeit für Yoga. So machst du Sport, hast Entspannung und Me-Time in einem.

4) Vorbereitungen treffen: Wenn du bspw. abends deine Klamotten für den nächsten Tag rauslegst oder deine Mahlzeit für den nächsten Tag vorbereitest, erspart die das am darauffolgenden Tag jede Menge Stress. 

5) Aufgaben und Termine notieren: Dadurch bekommst du den Kopf frei und vergisst nichts. Natürlich sollten To-do-Liste und Kalender stets parat sein.

6) Plane im Voraus: Ich bin der Meinung, dass Dinge die gut durchdacht und frühzeitig geplant sind, einfach besser funktionieren. Schließlich steigt man auch nicht einfach in den Flieger ein und schaut mal, wo man landet.

7) Automatisiere deine Abläufe: Das ist bei mir das A und O. Ich habe jetzt zwar kein Staubsaugerroboter, der mir meine Arbeit abnimmt, aber ich bin soweit optimiert, dass kleine Zeitfenster, während sich z.B. das Essen im Ofen befindet, immer genutzt werden. Entweder räume ich dann ein paar Kleinigkeiten auf oder kümmere mich um Social Media.

8) Nein-Sagen: Das fällt immer noch vielen verdammt schwer, ich nehme mich da nicht aus. Aber ab und zu klappt das jetzt schon. Wenn es dir weiterhin schwerfällt, lies einfach mal Sag NEIN zu anderen und JA zu dir selbst.

9) Delegieren: Auch so ein Punkt, den ich weiterhin üben muss. Dummerweise möchte ich immer alles genauso erledigt haben, als hätte ich es selbst gemacht. Tja, irgendwo muss man eben Abstriche machen.

10) Triff Entscheidungen sofort: Nichts belastet mehr, als eine Entscheidung, die man ewig vor sich herschiebt. Selten hat man Vorteile dadurch, dass Entscheidungen aufgeschoben werden. Warum also nicht die Entscheidung sofort treffen? Sie sollte allerdings schon gut durchdacht werden. Ist die Entscheidung erstmal getroffen, wirkt das meist befreiend.

11) Ausmisten: Auch das kann befreiend sein. Kommen wir wieder zu meinem Lieblingsbeispiel dem Kleiderschrank. Ist der Schrank erst ausgemistet, ist er übersichtlicher, er hat mehr Platz, weniger Inhalt, so dass man nicht so lange überlegen muss, was man anziehen möchte. Außerdem hat man nicht länger ein schlechtes Gewissen, da man keine Kleidungsstücke mehr sieht, die man wenig getragen hat, aber sowieso nie wieder anziehen würde.

Wenn dir diese Tipps nicht reichen, findest du hier vielleicht noch etwas: https://www.heine.de

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…und was ist das Wichtigste?

Mach dir klar, dass eine gute Selbstorganisation Zeit benötigt. Du musst dir nach und nach gewisse Routinen aneignen und gib ja nicht zu schnell auf. Denn dann wird sich nie etwas ändern und du wirst weiterhin unzufrieden und gestresst sein.

Gewöhne dir bloß ab, perfekt sein zu wollen. Denn das macht dich auf Dauer wahnsinnig. Die Zeit hast du gar nicht dafür. Und bleib flexibel, so dass du auf alle möglichen Einflüsse reagieren kannst, ohne gleich zu verzweifeln.

Da jetzt dieser Artikel doch schon sehr lang geworden ist, möchte ich mich für heute von dir verabschieden.

Mich würde es freuen, wenn du mir in den Kommentaren davon berichtest, wie du Ordnung in deinen Alltag bringst.

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Ordnung ist das halbe Leben. Diesen Teil habe ich noch vor mir.

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