Erkenne deine größten Zeitfresser!

Zeitfresser

KerstinB:

Mehr Freizeit durch besseres Zeitmanagement

In Was tun, wenn man ständig das Gefühl hat, zu wenig Zeit zu haben? habe ich das Problem geschildert, das wir in der heutigen schnelllebigen Zeit nahezu alle haben: zu wenig Zeit! Manchmal hilft selbst die beste To-do-Liste nicht aus diesem Schlamassel. Solche Listen sind i.d.R. zwar super und aus meiner Sicht wirklich wichtig, aber mit Listen allein, ist es oft nicht getan. Was ist, wenn die Liste immer länger wird und man einfach keine Zeit findet, die Punkte darauf abzuarbeiten? Dann führen die Listen letztendlich nur dazu, dass man verzweifelt. Aber selbstverständlich gibt es Möglichkeiten, unsere verfügbare Zeit besser zu nutzen und eine davon möchte ich dir heute näherbringen.

Was sind deine persönlichen Zeitfresser?

Es gibt die unterschiedlichsten Gründe für Zeitmangel. Deshalb müssen wir zuallererst genau diese Gründe herausfinden und zwar jeder für sich ganz persönlich. So unterschiedlich wie jeder von uns, so verschieden können auch die Gründe für Zeitmangel sein. Zudem fallen die Gründe bei jedem nicht gleich stark ins Gewicht. Damit wir ein Gefühl dafür bekommen, wo die Zeit bleibt, müssen wir unsere sogenannten Zeitfresser identifizieren. Diese Arbeit habe ich für mich bereits erledigt, mit folgendem Ergebnis:

200629_Zeitfresser_1

Kommen dir welche davon bekannt vor?

Ich habe gleich versucht, die Zeitfresser in eine bestimmte Reihenfolge zu bringen, so dass meine persönlich größten Zeitfresser ganz oben stehen. Und welch Überraschung, das digitale Zeitalter hat mich voll im Griff. Ich verbringe viel zu viel Zeit in der virtuellen Welt. Zeitfresser, die ich vor 20 Jahren noch gar nicht kannte (ein paar Tipps hierzu unter Digital Detox). Als zweiter Punkt folgen selbstverständlich die unliebsamen Hausarbeiten, doch selbst die ließen sich bei mir einschränken und zwar im Zusammenhang mit Punkt 4, dem Perfektionismus. Hat man nicht den Anspruch alles “perfekt” machen zu wollen, spart man eine Menge Zeit. Ich weise hier auf das Pareto-Prinzip hin, das besagt, dass 80 % der Ergebnisse mit 20 % des Aufwandes erreicht werden können. Die verbleibenden 20 % der Ergebnisse benötigen mit 80 % die meiste Arbeit. Das sollte ich mir öfter zu Herzen nehmen, alles ein bisschen entspannter sehen und ab und zu die Ansprüche etwas herunterschrauben.

Und schon wären wir bei den Lösungsvorschlägen gelandet, mit denen wir unsere Zeitfresser bekämpfen können. Ich bin sicher, für jeden meiner genannten Punkte, gibt es Abhilfe. Deshalb habe ich versucht, für jeden einzelnen Punkt zumindest einen Lösungsvorschlag zu finden. Jetzt muss ich es nur noch konsequent umsetzen.

200629_Zeitfresser_2

Es gibt natürlich weitere Tipps, an die jetzt vielleicht nicht jeder gleich denkt, wie z.B. dann einkaufen gehen, wenn der Supermarkt nicht überfüllt ist oder nicht zu den Hauptverkehrszeiten unterwegs sein, sofern es sich vermeiden lässt. Du solltest auch deine persönliche Leistungskurve berücksichtigen. Ich bin beispielsweise morgens viel effektiver und motivierter, da lassen sich Aufgaben deutlich leichter und schneller erledigen. Sicherlich kann man sich auch Hilfe holen und Aufgaben delegieren, z. B. an eine Putzhilfe. Mein Geldbeutel gibt das allerdings nicht her und eigentlich möchte ich das auch gar nicht.

Ich finde, Zeit ist so wertvoll, dass man darüber nachdenken sollte, was einem wirklich wichtig ist. Dafür sollte man sich so viel Zeit wie möglich freischaufeln. Das Leben ist viel zu kurz, um seine Zeit auf unliebsame Aufgaben zu verschwenden oder noch schlimmer, einfach nur zu vertrödeln.

Also …

  • Prioritäten setzen,
  • Arbeiten um die du nicht herumkommst, so effektiv wie möglich abarbeiten und
  • daran denken, es genügen auch mal 80 %. 😉
  • Vertrödle deine neu gewonnene Freizeit nicht in der virtuellen Welt, aber
Tu vor allem das, was dir am meisten Freude bereitet!

Was sind deine größten Zeitfresser?

 

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10 Antworten

  1. Arpi sagt:

    Sehr strukturierte Analyse und ausführliches Ausleuchten dieses Themas wie auch in den anderen Themen in diesem Blog. Die Frau hat den Bogen raus kann ich da nur sagen, alles Dargelegte hat Hand und Fuß. Was soll man da noch groß ergänzen ? Mir fällt da als Zeitfresser hauptsächlich mein täglicher Anfahrtweg zur Arbeit ein. Da kommen pro Strecke gute 40 Minuten mit dem PKW zusammen, mit ÖPNV sogar fast eine gute Stunde. Ein Umzug war keine Option. Abhilfe schaffte da die Möglichkeit einen bis zwei Tage wöchentlich Home Office nutzen zu dürfen. Allein dadurch 1,5 – 3 Stunden wöchentliche Wegzeit einzusparen macht sich bemerkbar, vom finanziellen und ökologischen Aspekt mal abgesehen. Und der mit 70 km/h dahinschleichende LKW auf der Landstraße ist dann auch kein kleines Ärgernis mehr

    • KerstinB sagt:

      So eine super Kritik, das freut mich ja wahnsinnig 🙂 und somit war es jede Minute wert, die ich in den Blog investiert habe.
      Oh ja, so ein langer Arbeitsweg kann nervig sein, das kenne ich noch vom Studium. Da habe ich für den einfachen Weg 1 Std 15 min gebraucht. Home-Office macht in der Tat einiges einfacher.
      Ich möchte mich noch für den netten Kommentar bedanken und wünsche einen guten Wochenstart.
      Viele Grüße Kerstin

  2. Arpi sagt:

    Danke für die guten Wünsche zum Wochenstart die ich für die jetzige Woche gern zurück gebe. Dazu freut es mich das mein Kommentar vielleicht neue Motivation anregt um Deinerseits beim Bloggen weiter am Ball zu bleiben wie man in der Fußballersprache sagt. Mir gefällt der positiv konstruktive Schreibstil welcher flüssig daherkommt, leicht verständlich zu lesen ist und meist immer ein paar Anregungen und Denkansätze bietet. Dazu die zuweilen dezent kritische Selbstreflexion statt Selbstbeweihräucherung kommt bei mir gut an. Wie gesagt, alles sehr angenehm in der heutigen Social Media Welt zwischen den ganzen Hasskommentaren und selbstverliebten Belanglosigkeiten irgendwelcher Z-Promis, Spielerfrauen oder sonstiger Influencer. Der neue allwöchentliche Beitrag ist ja bereits online und bündelt durchaus Argumente um eine Entscheidung zu treffen wie es in Sachen meiner persönlichen Fitness nach den Sommerferien weiter geht. Vielen Dank dafür und liebe Grüße. Arpi

    • KerstinB sagt:

      Freut mich immer wieder von dir zu lesen… vor allem war es bis jetzt ja noch nichts Negatives 😉
      Aber wenn einem etwas Spaß macht, gibt man sich auch Mühe und bei meinem Blog kann ich mich so richtig ausleben. Das geht bei meinem eigentlichen Job nicht immer ganz so gut.
      Tja und selbstkritisch war ich sowieso schon immer. Nur so kommt man voran im Leben.
      Eine schöne Woche wünsche ich dir und vielleicht bis bald.
      LG Kerstin

  3. Arpi sagt:

    Hallo Kerstin, mich freut es natürlich auch von Dir zu lesen.
    Der einheimische Schwabe hier in der Ostalb und Umgebung lebt zwar gern nach dem Motto “Ned gschimpft isch globt gnua”, aber ich als Zugezogener lobe dann doch lieber wenn mir was gefällt, als das Haar in der Suppe zu suchen. Aber falls du drauf bestehst kann ich mir ja Mühe geben mal was Negatives zu finden 😉
    Mit den gewissen Beschränkungen des Auslebens der eigenen Vorstellungen im Job hast Du recht. Obwohl ich meinen Job sehr mag und wirklich jeden Tag gern zur Arbeit fahre (sofern nicht Home Office-Tag ist), kam ich mir erst heute wieder vor wie Don Quichote beim Kampf gegen Windmühlen. Da muss man dann schon aufpassen in der Diskussion die hausinterne “Gegenseite” noch so angemessen höflich zu behandeln, dass sie nicht total verärgert wird und man sich gegenseitig noch in die Augen schauen kann. Schließlich muss man mit den Kollegen/Kolleginnen noch 20 – 25 Jahre zusammen arbeiten. Aber das dürfte es wohl überall geben….
    Konntest Du eigentlich Deinen im Blog angekündigten “Urlaub dahoam” schon antreten ? Und dein heimisches Biotop Deinen Vorstellungen anpassen ? Möchtest Du evtl. ein paar Anregungen von langjährigen Hobbyhauskleingärtner ? ….Ich bin wahrscheinlich zu neugierig, denn Dein Erfahrungsbericht wird bestimmt Inhalt eines der nächsten Blogbeiträge. Schöne Restwoche und LG. Arpi

    • KerstinB sagt:

      Hallo Arpi,
      natürlich sollst du nicht das Haar in der Suppe suchen 🙂 , aber ich bin durchaus kritikfähig, was meines Erachtens heutzutage viele leider nicht mehr sind.
      Mir ist das übrigens auch wichtig, mit den Kollegen gut auszukommen, auch wenn ich selbstverständlich nicht mit allem einverstanden bin. Aber ein vergiftetes Arbeitsklima mag ich noch weniger, als schluckt man den Ärger doch manchmal runter und weiter geht’s.
      Mein Urlaub ist schon wieder vorbei und nach einer Arbeitswoche fühlt es sich schon so an, als wär er nie dagewesen 🙁 Der talentierteste Gärtner bin ich zudem auch nicht. Immerhin gedeihen neben meinem Unkraut die Tomaten, wenigstens ein kleiner Lichtblick. Mit dem grünen Daumen wird das bei mir nix mehr. Aber man muss ja nicht alles können 🙂
      LG Kerstin

  4. Arpi sagt:

    Hallo Kerstin,

    bei dem Satz „Immerhin gedeihen neben meinem Unkraut die Tomaten“ musste ich dann doch ziemlich lächeln 😉 🙂 🙂 Wenn Deine Tomaten was werden hast du mehr grünen Daumen als du von Dir selbst denkst. So einfach wachsen die nicht und die Braunfäule kann auch ziemlich fies für die Pflanzen sein. Im Übrigen hab ich was Zimmerpflanzen betrifft auch kein Händchen, da ist selbst mein Kaktus im Büro eingegangen. Wie du eben schriebst, man kann nicht alles können (Bügeln bekomm ich zu Beispiel trotz aller Bemühungen leider nicht wirklich gut hin). Vielleicht probierst Du in der nächsten Saison mal ein oder zwei Zucchini-Pflanzen aus, die wachsen ebenfalls wie Unkraut und meistens kommen ab August so viele Früchte das man sie liebend gern an Freunde und Kollegen verschenkt, weil man auch nicht jeden Tag davon essen kann und möchte.
    Das mit dem Stress nach dem Urlaub kenn ich, die nicht gelesenen Mails quillen über im Postfach und irgendwelche Vorgänge sind „so“ dringend und wichtig das sie niemand anders entscheiden konnte oder wollte. Aber das geht vorbei. Zumal jetzt in den Sommerferien viele Mitarbeiter mit Kindern im Urlaub sind und Dir das vielleicht (?) dann doch ein wenig zu Gute kommt weil insgesamt weniger los ist. Bevor dann ab spätestens Mitte September die Jahresendrallye wieder startet. Ist zumindest bei mir so. Eventuell helfen Dir ja auch schon ein paar erholsame Stunden am Wochenende bei schönstem Sommerwetter ohne mal den häuslichen Pflichten nachzugehen um noch ein paar Oberwellen Urlaubsfeeling nachschwingen zu lassen 😉
    LG Arpi

    • KerstinB sagt:

      Hallo Arpi,
      da bin ich aber erleichtert, dass du auch so deine Schwächen hast 🙂 Bügeln kann ich z.B. ziemlich gut, jahrelange Übung.
      Zucchini wäre mal eine Idee, da die aber grün sind, befürchte ich, dass ich die in meinem Urwald gar nicht mehr finde. Spaß beiseite, Zucchini anzupflanzen, habe ich mir tatsächlich schon überlegt und auch Karotten.
      Irgendwie ist dieses Jahr mit Corona alles anders. Mir kommt es so vor, als würde gar keiner richtig Urlaub machen. Alle sind ständig präsent. Sollte im Herbst noch mehr an Arbeit dazukommen, breche ich zusammen. Aber soweit wollen wir es mal nicht kommen lassen.
      Dieses Wochenende ist bei mir ebenfalls komplett durchgetaktet mit Hochzeit, Saisonauftakt… tja und dann ist schon wieder Montag!
      Sonnige Grüße Kerstin

  5. Arpi sagt:

    Hallo Kerstin,

    das Wochenende ist dann auch wieder Geschichte und ich hoffe Du konntest dann doch etwas positive Energie für die Arbeitswoche tanken. Eine Hochzeit von Freunden/Bekannten ist doch in den meisten Fällen ein ganz schönes Erlebnis. Ich bin in 2 Wochen auch bei einer Hochzeit geladen, wenn ich die Bestimmungen da im Vorfeld lese (1,5 m Abstandspflicht zwischen den Gästen, Mundschutzpflicht im Festsaal, keine Umarmungen oder Händeschütteln, kein Tanzen erlaubt außer Brauttanz, Einschränkungen beim Buffet usw.) dann wird das zumindest eine etwas andere Veranstaltung als sonst…. Aber Saisonauftakt und endlich mal wieder ins Fußballstadion oder wie bei Dir wahrscheinlich eher auf den Fußballplatz gehen zu dürfen ist doch auch was sehr Positives, dies vermisse ich seit Anfang März doch sehr. Geht Euer Wettbewerbsbetrieb schon wieder los ? Sind begrenzt Zuschauer gestattet ?
    Nachdem was ich in Deinem Blog bisher las schätze Dich so ein, dass Du Mittel und Wege finden wirst Dein Arbeitspensum so zu bewältigen, das Du Deine körperlichen Grenzen im Herbst nicht ständig in den roten Bereich schieben musst. Auch wenn es dann eben mal ein “Ich werde das bis dann und dann erledigen” geben muss statt einem “JA, kein Problem”. Du schreibst doch selbst gute Tipps wie man da noch gegen steuert. Und durch die jetzt beginnende Ferienzeit wird auch der ein oder andere Kollege oder Geschäftspartner mit schulpflichtigen Kindern seinen Urlaub antreten und der Termindruck dürfte damit evtl. erst mal nicht steigen.
    Mit der Entscheidung Deinen Blog in den Sommermodus zu setzen hast Du Dir doch auch richtigerweise Veröffentlichungsdruck genommen und das dürfte Dir gut tun neue kreative Ideen zu entwickeln und den Blog fortzuführen wenn die Zeit reif dafür ist. Und wenn es eben drei Tage länger dauert als geplant dann ist es auch gut. Wenn Du weiter an der Zielrichtung festhältst, nach der Du Deinen Blog überhaupt ins Leben gerufen hast, sprich das Deine LIWOBA stimmt, dann bist Du doch auf dem richtigem Weg. Hab einen guten Wochenstart. LG Arpi

    PS: Der leicht sarkastische Unterton im ersten Satz Deines letzten Kommentars gefällt mir 🙂 🙂 . Es gibt übrigens auch Zucchinis in Signalgelb speziell für den Anbau im Urwald 😉

    PPS: Ich empfinde die kleine Konversation hier sehr angenehm. Sofern Du allerdings analog zum Blog den Nachrichtenaustausch ebenfalls gen Null fahren möchtest schreib einfach kurz. Würde ich zwar sehr bedauern 🙁 aber selbstverständlich respektieren und Dich letztendlich keinesfalls nerven wollen. Wenn ich Dir weiterhin schreiben darf wäre natürlich schöner 🙂

    • Kerstin Bohn sagt:

      Hallo Arpi,
      es war die standesamtliche Hochzeit meiner Schwester, die große Feier kommt erst im nächsten Jahr, in dem wir hoffentlich keine Corona-Einschränkungen mehr haben.
      Seit gut einer Woche sind wir nun auch wieder im regelmäßigen Trainingsbetrieb. Freundschaftsspiele sind bereits wieder erlaubt, selbst mit Zuschauern, die allerdings ihre Kontaktdaten hinterlegen müssen. Aber so viele kommen bei uns ja eh nicht. Fußball hat mir wirklich sehr gefehlt, aber unabhängig von Corona hatte ich ohnehin bis Sommer Verletzungspause.
      Natürlich finde ich einen vernünftigen Weg, den Blog weiterzuführen. An Ideen mangelt es sowieso nie, meistens habe ich zu viele und diese gilt es jetzt zu sortieren 🙂 Und so nette Kommentare wie von dir, beantworte ich liebend gern selbst während meiner Blog-Veröffentlichungspause. Ok, diese Woche habe ich mir mit der Antwort ein bisschen Zeit gelassen, weil es doch etwas turbulent zuging.
      Übrigens, bis im nächsten Jahr Zucchinis ausgesät werden können, habe ich meinen Urwald selbstverständlich wieder beseitigt 😉
      LG und schönes Wochenende

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