Stressbewältigung durch Achtsamkeit

Stressbewältigung durch Achtsamkeit

KerstinB:

Durch die Reizüberflutung, der wir insbesondere im digitalen Zeitalter täglich ausgesetzt sind, wird Achtsamkeit immer mehr zu einer Herausforderung. Aufgrund der hohen Anforderungen, die permanent an uns gestellt werden, sowohl beruflich als auch privat, funktionieren wir teilweise nur noch und erkennen nicht mehr die Schönheit des Augenblicks. Wir haben keine Zeit und keine Muße, uns mit unseren Bedürfnissen und Gefühlen auseinanderzusetzen. Nur wenn wir Achtsamkeit als feste Größe in unserem Alltag etablieren, trotzen wir dem Stress und werden entspannter und glücklicher.

Stressbewältigung durch AchtsamkeitWir müssen unsere Aufmerksamkeit wieder mehr auf die Gegenwart bzw. auf den jetzigen Moment lenken, nicht hektisch von einem Termin zum nächsten rennen und wie ein Roboter eine Aufgabe nach der anderen erledigen. Klar, das ist nicht einfach, aber dennoch machbar.

Ich habe z. B. die schlechte Angewohnheit meistens zwei Dinge gleichzeitig zu machen. Ich esse und lese dabei oder schau mir nebenbei irgendetwas in der Mediathek an. Ich habe den Fernseher laufen und beschäftige mich mit Instagram usw. Warum tue ich das? In der Hoffnung Zeit einzusparen. Am Ende weiß ich kaum, ob das Essen geschmeckt hat, kann mich nur halb daran erinnern, was ich gelesen habe, bei meiner TV-Serie habe ich den Faden verloren und in Instagram irgendein Müll gepostet. Und obwohl ich vielleicht ein paar Minuten Zeit eingespart habe, fühle ich mich gestresst. Erkennt sich der ein oder andere von euch dabei wieder?

Vieles was ich über Achtsamkeit lese, hängt irgendwie mit Meditation zusammen. Ich persönlich konnte mich mit Meditation bisher noch nicht anfreunden. Aber ich versuche zukünftig, die Dinge, die ich tue, bewusster zu tun und ihnen meine volle Konzentration und Aufmerksamkeit zu schenken. Das ist aus meiner Sicht schon mal ein erster wichtiger Schritt. Vielleicht versuche ich es irgendwann doch mal mit der Meditation.

Die Achtsamkeit erstreckt sich übrigens auf alle Sinne, nicht nur auf die visuelle Wahrnehmung. Ich hatte ja bereits erwähnt, dass essen bei mir oft irgendwie nebenher geschieht. Das ist ein großer Fehler, es sei denn, das Essen schmeckt widerlich. Ansonsten sollte man Essen und Trinken genießen, sowohl den Geschmack als auch den Geruch ganz bewusst wahrnehmen. Eventuell sogar die Wärme, die von einer heißen Suppe oder einem dampfenden Kaffee ausgeht. Auch Duschen kann eine wahre Wohltat sein. Das angenehm warme Wasser, der gute Geruch der Seife ist eigentlich Entspannung pur. Selbst bei einem Spaziergang macht es einen Unterschied, ob wir mit Scheuklappen durch die Gegend laufen oder die Schönheit der Natur betrachten und dabei den Blütenduft einatmen.

Stressbewältigung durch AchtsamkeitWenn man sich ganz bewusst Zeit, für sich selbst einräumt, in der man Achtsamkeit üben möchte, ist das Smartphone natürlich Gift. Das sollte sich dann unbedingt lautlos außerhalb der Reichweite befinden. Mehr dazu unter Digital Detox – Keine Macht den Smartphones!

Mit Achtsamkeit geht auch Dankbarkeit und Wertschätzung einher. Leider sehen wir heute so viel als selbstverständlich an und wenn wir einmal nicht das bekommen, was wir haben möchten, werden wir pampig und vorwurfsvoll. Dass unser eigener Körper keine Maschine ist, die pausenlos arbeiten kann, bemerken wir meist erst dann, wenn wir krank sind. Plötzlich wird uns bewusst, wie wertvoll ein gesunder Körper ist. Den Weg zu mehr Dankbarkeit habe ich euch in Probier’s mal mit Dankbarkeit! aufgezeigt. Das sogenannte Dankbarkeitstagebuch bewirkt wahre Wunder.

Letztendlich ist Achtsamkeit ein lebenslanger Prozess, welcher uns zu einem erfüllten Leben führt und unser wahres Selbst erkennen lässt. Im nächsten Abschnitt erläutere ich euch ein paar Ansätze, wie ihr mehr Achtsamkeit in euer Leben bringen könnt.

Wenn du dein Leben so erfüllt und glücklich leben möchtest wie es geht, dann sei dort wo es stattfindet: Im Hier und Jetzt.

(Doris Kirch)

Anregungen für mehr Achtsamkeit

Im ersten Abschnitt habe ich euch etwas zum Thema Achtsamkeit erzählt, insbesondere warum Achtsamkeit so wichtig ist und was unsere Achtsamkeit stört. Achtsamkeit ist vor allem ein sehr wichtiger Ansatz zur Stressbewältigung. Sie hilft uns, erste Anzeichen von Stress zu erkennen, zu stoppen und letztendlich aufzulösen. Durch Achtsamkeit nehmen wir unsere Gedanken, Gefühle und unseren Körper ganz bewusst wahr. Wir lernen uns selbst besser kennen, da wir uns mehr mit uns selbst beschäftigen. Nur so können wir zielgerichtet auf Gedanken und Emotionen Einfluss nehmen, was letztendlich zu einem ausgeglicheneren und entspannteren Leben führt.

Jetzt interessiert euch sicherlich, was ihr tun könnt, um mehr Achtsamkeit in euer Leben zu bringen. Es gibt, wie so oft, viele Möglichkeiten und unterschiedliche Ansätze. Man muss ganz individuell entscheiden, welche Ansätze zu einem selbst passen… und man muss natürlich nicht alle Tipps befolgen. Allein der ein oder andere Punkt hilft schon, ein bisschen mehr Achtsamkeit oder auf neudeutsch “Mindfulness” in euer Leben zu bringen.

Anregungen für mehr Achtsamkeit

Und hier sind meine Anregungen für euch:

  • Tief und bewusst ein- und ausatmen! Bevor ihr eine wichtige Aufgabe angeht, einmal kurz tief durchatmen und los geht’s. Oder wenn ihr merkt, wie der Blutdruck steigt und ihr langsam in Rage kommt, auch da hilft einmal kurz durchatmen.
  • Multitasking vermeiden! Manch einer denkt vielleicht, Multitasking, wie toll, dadurch kann ich vielmehr auf einmal erledigen. Mag sein, aber ihr gleicht dann einem Roboter. Wenn ich z. B. esse und nebenbei lese, kommt das Essen meist zu kurz. Oft kann ich mich nicht mal mehr erinnern, ob das Essen geschmeckt hat. Ist doch schade, oder etwa nicht?
  • Alltägliche Tätigkeiten bewusst ausführen! Das ist ganz eng mit dem Multitasking verknüpft. Das Leben ist einfach zu kurz, um im Autopilot viele Stunden davon zu vergeuden.
  • Aus Routinen ausbrechen! Und schon sind wir beim nächsten verwandten Punkt. Routine ist meist mit Autopilot gleichzusetzen. Es reicht oft schon, eine Kleinigkeit im Alltag zu ändern, um wieder die volle Konzentration auf das Hier und Jetzt zu lenken.
  • Sinne trainieren! Bleiben wir beim Beispiel Essen. Essen schmeckt nicht nur, es lässt sich riechen und fühlen. Eine dampfende Suppe strahlt z. B. Wärme ab. Außerdem wie sagt man so schön, das Auge isst mit. Also setzt all eure Sinne bei eurem Tun in Bewegung.
  • Achtsames Gehen! Man kann ein Spaziergang machen nur um der Bewegung Willen. Dabei lässt sich bei einem Spaziergang so viel beobachten und entdecken. Auch hierbei können die Sinne wunderbar trainiert werden. Ich liebe zum Beispiel den Geruch von frisch gemähtem Gras oder von einem kurzen Sommerregen.
  • Ablenkungen ausschalten! Nichts ist schlimmer als ein Smartphone, das alle 5 Minuten piepst oder klingelt. Auch ein Fernseher der im Hintergrund dudelt, schadet extrem eurer Konzentration.
  • Machen, was dir guttut! Nimm dir Zeit für dich und mach öfter nur das, was dir persönlich Spaß macht und genieße diese Zeit in vollen Zügen. Daraus lässt sich schnell wieder neue Kraft für lästige aber unumgängliche Beschäftigungen schöpfen.
  • Meditiere! Die Meditation darf selbstverständlich nicht vergessen werden, auch wenn ich selbst noch keinen Zugang zur Meditation gefunden habe. Dennoch ist sie eine sehr gute Möglichkeit zur Entspannung und um neue Energie zu tanken.
  • Achtsamkeitstagebuch schreiben! Vielen fällt es leichter, sich mit sich selbst zu beschäftigen, wenn sie ihre Gedanken, Gefühle, Probleme, Sorgen und Ängste aufschreiben. So können sie die Situationen besser reflektieren und analysieren. Durch das Aufschreiben müsst ihr nämlich nochmal intensiv darüber nachdenken, was genau euch aus der Ruhe gebracht oder gestresst hat?
  • In Gelassenheit üben! Zu guter Letzt kann ich euch insbesondere den Tipp geben, ärgert euch nicht über Unvermeidbares, leistet keinen Widerstand sondern akzeptiert einfach. Ich weiß: leichter gesagt, als getan! 😉

Anregungen für mehr Achtsamkeit

Wenn ihr ausführlicher in das Thema Achtsamkeit einsteigen wollt, kann ich euch folgende Internetseiten wärmstens empfehlen:

https://www.wirtschaftsforum.de

https://dubistgenug.de

Natürlich gibt es – wie für fast alles – auch eine Achtsamkeits-App, die sich im Wesentlichen aber mit Meditation befasst. Die könnt ihr gerne mal testen und mir Rückmeldung geben.

https://play.google.com

Wie steht’s bei euch mit der Achtsamkeit? Ist euch das wichtig oder habt ihr euch bisher nicht näher damit beschäftigt?

To Do: Live in the moment!

 

 

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